#21 | Da spuit d`Musik
Shownotes
Von House- und Technomusik bis zum Gstanzlsingen, von MP3s bis zu rockigen E-Gitarren, von der bayerischen Oper bis zur Marseillaise – Bayern hat musiktechnisch so einiges zu bieten.
Ihr seid schon neugierig geworden? Dann hört gleich rein die neue Podcastfolge, in der Gerda und Petra wieder ganz besondere Kuriositäten rund um das Thema Musik herausgesucht haben. Ihr erfahrt z.B. wie es letztlich dazu kam, dass wir heutzutage Musik streamen können oder wieso die französische Nationalhymne einem Chamer gewidmet ist. Außerdem verrät der Kabarettist Martin Frank, warum eine Oper auf bairisch ganz besonders gut funktioniert.
Ihr habt auch Kurioses über Bayern zu berichten? Dann meldet euch gerne unter bayern.kurios@mail.de oder über instagram.com/bayern.kurios/
Transkript anzeigen
00:00:06: Ja, da ist er hier.
00:00:07: Wo sagt's?
00:00:08: Wie bitte heißt es?
00:00:09: Ha!
00:00:09: Was
00:00:16: hast du
00:00:24: gesagt?!
00:00:25: Ich bin die Petra und mir gegenüber sitzt die Gerda.
00:00:34: Hallo, liebe Petra!
00:00:35: Schön dass wir hier wieder eine neue Freude zusammen aufnehmen.
00:00:39: Du eine Frage was machst du eigentlich wenn's blitzt?
00:00:42: Oh Gott... Dann ärgert mich gescheit drüber da ich schnell gefahren bin und hoff das ich nicht sehr dumm geschaut habe und auf dem Foto nicht arg blöd daherkomme.
00:00:55: Also ich hab jetzt eher gemerkt die Blitze die von oben kommen Weil jetzt ist ja wieder Zeit, der Sommer gewittert.
00:01:00: Jetzt blitzt es relativ häufig und vor Kurzem wurde die deutsche Blitzhauptstadt ermittelt.
00:01:07: Und das ist Kaufbeuren!
00:01:09: Ach immer allgültig?
00:01:10: Genau da hat's ganz genau eins Komma-Treiundzwanzig Blitze pro Quadratkilometer gegeben im letzten Jahr.
00:01:18: Im Jahr zuvor war Rosenheim die Blitz Hauptstadt.
00:01:20: Da waren ungefähr dreimal so viele Blitzen.
00:01:23: Auf den Plätzen zwei und drei liegen Landsberg am Lech und Fürstenfeldbrock
00:01:27: Also alles im Süden, der Republik und alles vor den Alpen?
00:01:31: Genau.
00:01:33: Deshalb so weil dieses Voralpengelände das begünstigt die Entstehung von Gewittern und deshalb sind die Blitzhauptstädte meistens in der Region angesiedelt.
00:01:44: am wenigsten blitzt es übrigens in Kiel.
00:01:47: Ach ja gut!
00:01:48: Das wundert mir jetzt natürlich nicht.
00:01:50: Also aufpassen wenn ihr im Voralpenland unterwegs seid.
00:01:54: Ja, und ich hab jetzt etwas mitgebracht, wofür ich vielleicht Blitzlicht gewitterkrieg.
00:02:00: Herr Mollzurger da!
00:02:09: Boah, was ich sagen soll.
00:02:10: Ich bin sehr beeindruckt.
00:02:11: zum einen ist diese Muntamonika schon unfassbar schön.
00:02:14: die ist so tief blau es hat Blumen drauf so Perlmutfarben glänzt Silbern und schaut unfassbarschön aus.
00:02:24: Und
00:02:24: dass du die auch noch spielen kannst Beeindruckt mich jetzt wirklich sehr.
00:02:27: Also drei Töne rauszubringen war jetzt nicht besonders schwierige bin nämlich in Wirklichkeit nicht sehr musikalisch aber Ich habe es mir jetzt nicht nehmen lassen, praktisch einen passenden Einstieg für unser heutiges Thema zu intonieren.
00:02:43: Heute geht's nämlich um Musik in Bayern!
00:02:46: Da gibt´s allerhand Kurioses wo in Bayern Rekorde gebrochen wurden, wo es in Bayern Besonderheiten gibt.
00:02:55: und eine Besonderheit wer hätte es gedacht hat mit Elektro Musik zu tun, also Haus und Techno.
00:03:03: Gerda wo glaubst du denn?
00:03:05: Wo war so die Wiegel der Elektromusik?
00:03:08: Also entweder London oder New York würde ich jetzt mal sagen
00:03:12: Das liegt so auf der Hand!
00:03:13: Das dachte ich mir tatsächlich eigentlich auch Und in meiner Recherche habe ich dann rausgefunden Der Geburtsort der Elektro-Musik wird tatsächlich München verurteilt.
00:03:28: Ja, das hat damit zu tun dass in München in den siebziger und achtziger Jahren das sogenannte Arabella Haus quasi der Nabel Der Musik war.
00:03:42: Im Arabella-Haus gab es die Musicland Studios und genau dort wurde zum allerersten Mal so ganz futuristische Disco-Musik aufgenommen, nämlich der Song I Feel Love von Donna Summer und Giorgio Morroda.
00:04:00: Das war in den ersten Jahren.
00:04:02: Ein wunderschöner Titel!
00:04:04: eine ganz innovative Produktionstechnik mit Synthesisern und es galt als das Pionierstück der elektronischen Tanzmusik.
00:04:15: In diesem Studio in München wurde sowieso mehr oder weniger Musikgeschichte geschrieben, weil gegründet wird dieses Studio in den neunzehnhundertsiebziger Jahren eben von jenem Giorgio Morroda und dort gaben sich die Musikgrößen die Klinke in der Hand.
00:04:35: Also, da haben Bands Platten aufgenommen wie zum Beispiel Elton John Rolling Stones Led Zeppelin Freddie Mercury Queen Iron Maiden Die Purple auch deutschsprachige Künstlerinnen und Künstlern wie Bab oder Falco hat sein sagen Junge Römer da aufgenommen Marius Müller-Westernhagen sogar die Schlagerikone Roland Kaiser ein Album aufgenommen in diesem Arabella Haus, in diesen Musikstudios.
00:05:06: Und nachdem dann Giorgio Moro da Mitte der nineteen hundertachtziger Jahre seinen Hauptwunsch jetzt nach Los Angeles verlegt hat und eben nicht mehr da war, übernahm Antoni Ingenieur und Produzent der Reinhold Mack die Studioleitung.
00:05:22: Heute gibt es das Studio nicht mehr denn in den neunzehnhundertachtziegern als in der zweiten Hälfte wurde nämlich in München die U-Bahn zum Arabella Park gebaut Und diese Trasse war nur wenige Meter hinter der Studiowand.
00:05:39: Und da heißt es, durch die Vibrationen waren dann quasi hochwertige Tonaufnahmen nicht mehr möglich und das Musicland-Studio wurde aufgelöst – so sagt's!
00:05:49: Die Legende, der Reinhold Mack hat dem mal bei einem Radiointerview widersprochen und hat gesagt «Nicht ein Bauderubern, sondern eine Mieterhöhung um fast hundert Prozent», waren das eigentliche aus… des Studios.
00:06:04: Das Hochhaus gibt es immer noch, da ist heute ein Hotel drin.
00:06:07: aber Musikgeschichte wird wahrscheinlich in dem Haus heute nicht mehr geschrieben.
00:06:13: Du Petra, streamst du eigentlich Musik oder hörst du Musik noch auf LP oder auf CD?
00:06:20: Ich habe mal kürzlich auf dem Flohmarkt alte Platten vom Pumukl gekauft und da haben leider festgestellt, ich hab doch keinen
00:06:28: Plattenspiel.
00:06:30: Also schade so ein Bräuchte aber eigentlich Streamy vor allem!
00:06:35: Ja, das machen wahrscheinlich die meisten heutzutage so.
00:06:38: Früher musste man ja entweder LPs kaufen oder später dann CDs oder man hat sich vor Radio gesetzt mit einer Kassette und hat dann die Titel vom Radio direkt aufgenommen.
00:06:50: Hast du das mal natürlich?
00:06:51: Also
00:06:51: am Freitagabend Schlager der Woche und dann hat am Ende immer der Moderatorin Inz Litnei quatscht.
00:06:59: Das war ärgerlich.
00:07:00: Oder das Band ist rausgerollt aus der Kassette und man muss einem Bleistift wieder
00:07:06: auftrehen?
00:07:07: Ich sehe schon, du warst ein richtiger Profi!
00:07:10: Aber das hat sich dann eben geändert als nineteenhundertfünfundneinzig ganz offiziell das Dateiformat MP-III des Lichts der Welt
00:07:19: erblickte.
00:07:21: Und zwar geht es zurück auf den Ehrlanger... Karl Heinz Brandenburg, der hat geforscht am Frauenhofer-Institut.
00:07:30: Und seine Aufgabe oder die Aufgabe seiner Doktorarbeit war es ein Dateiformat zu finden mit dem man Audiodateien ganz klein komprimieren konnte um die im besten Fall über eine digitale Telefonleitung zu verschicken.
00:07:46: das klingt jetzt alles kompliziert.
00:07:47: Das waren aber die Anfänge der MP drei und ich habe ihn mal gefragt Ja, wie es so losgegangen ist damals.
00:07:56: Als ich das Thema meiner Promotion vorgeschlagen bekommen habe, habe ich selber nicht daran geglaubt dass das funktionieren könnte.
00:08:08: allerdings gab es ja dann sehr bald die Idee zum digitalen Höhrenfunk und damit die Idee dass die Technologie auch millionenfach eingesetzt werden könnte.
00:08:21: dass es statt Millionen, Milliarden Geräte geben wird die das Format verstehen habe ich damals und auf längere Zeit selber nicht geglaubt.
00:08:33: Wir hatten ein tolles Team an Leuten die an der Technologie gearbeitet haben in Erlangen.
00:08:41: allerdings war dann auch so Am Anfang, wie wir zwar im Standard waren aber eine Konkurrenztechnologie für den digitalen Hör- und Funk erst mal ausgewählt wurde doch eher deprimiert wäre.
00:08:56: Wir haben dann von Freunden in USA den Tipp bekommen schaut doch mal ins Internet da wird so etwas gebraucht und das hat dann den richtig großen Durchbruch gebracht für das Team.
00:09:08: Ja, der Karl-Heinz Brandenburg hat ab twohundzehnhundertzwahreundachtzig eben angefangen zu forschen und er hat dann relativ schnell einen Song sich ausgewählt mit dem er immer diese Qualität geprüft hat.
00:09:22: Diese Audioqualität.
00:09:23: das war Tom Steiner von Susan Vega.
00:09:26: Und in einem Interview hat er mal verraten, dass er diesen Song tausende Male gehört hat und am Anfang hat der Wort wirklich gesagt, hat's links und rechts im Ohr gekratzt als er diese Audio-Datei abgespielt hat, diese komprimierte Musik.
00:09:40: aber es wurde immer besser und irgendwann wie gesagt war soweit das ist dann in die Welt hinaus ging.
00:09:47: hat es dann aber frei ins Netz gestellt.
00:09:56: Das heißt, ab dem Zeitpunkt war's Volkssport dass man CDs rippt also praktisch die dann einfach für ja abspeichert bei sich und dann auch weiter verschicken kann.
00:10:07: und auf einmal war Musik natürlich relativ kostengünstig Und das hat die Musikwelt nachhaltig verändert.
00:10:15: Ja, aber am Anfang stand die Erfindung von dem Karl-Heinz Brandenburg.
00:10:20: Aus Erlangen!
00:10:21: Und ihm blieb auf jeden Fall der Ohrwurm des Liedes Tom Steiner und Susan Beger
00:10:27: genau.
00:10:29: Ja, wenn ich an Musik und Bayern denke dann wäre mir jetzt tatsächlich MP-III nicht als erstes eingefallen sondern wahrscheinlich Volksmusik.
00:10:39: Das ist so die Richtung, die sehr viele mit Bayern verbinden.
00:10:45: Und ja, wenn man an Volksmusikt denkt, dann denken wir wahrscheinlich an Blasmusik, an Jodeln, an Zwiefacheren, an Landlerzittermusik, Alpernbläser... Und viele schmeißen das einfach in einen Topf.
00:11:00: Nicht nur Touristen und Touristinnen, die mit Bayern nicht so vertraut sind sondern auch tatsächlich die Leute aus Bayern können oft das Ganze gar nicht zu verorten und dabei ist Volksmusik oft durchaus sehr regional.
00:11:21: besonderen Volksmusik-Richtungen mal rausgesucht und mich näher damit beschäftigt.
00:11:27: Und die eine ist der Zwiefache, gell da?
00:11:30: Kannst du ein Zwiefachen?
00:11:32: zu meiner Schande muss ich gestiegen?
00:11:34: Nein meine Mutter wird sich jetzt wahrscheinlich denken oh mein Gott das Mädel kann nix.
00:11:39: aber ich kann's leider
00:11:40: nicht.
00:11:40: eigentlich.
00:11:41: eigentlich gehört es dazu.
00:11:42: vor allem Du bist aus der nordwestlichen Oberpfalz und da isst der Ursprung des Zwiefachen.
00:11:51: Es gibt auch jedes Jahr in Oberpfalz einen Zwiefachen-Tag,
00:11:55: aber
00:11:55: ich habe noch nicht dran teilgenommen.
00:11:57: Also der Zwieffache ist eben regional ganz klar zuzuordnen für Niederbayern und die Oberpfals.
00:12:03: Der älteste schriftliche Beleg über den Zwiechfachen, der stammt von siebzehnt hundertdreißig und liegt im Stadtarchiv in Amberg.
00:12:13: Und seit Jahrzehnten steht diese besondere Musik mit Tanz auch im UNESCO-Verzeichnis.
00:12:21: Also was ganz Besonderes!
00:12:23: Wer den Zwiefach nicht kennt, kurz erklärt der Rhythmus dieser Musik ist das Besondere daran, dass der Rhythmus zwischen einem Zweiviertel und einem Dreivierteltakt ständig hin und her wechselt.
00:12:35: also Man tanzt in der Richtung, dann kommt er dreher.
00:12:39: Dann tanzt man wieder in die Richtung und dieser Takt wechseln.
00:12:43: Der hat wahrscheinlich auch der Namensgebend dazu beigetragen, dass er Zwiefacher heißt durch die zwei verschiedenen Taktarten.
00:12:53: Es gibt aber noch eine zweite Erklärung, warum der zwiefache heisst?
00:12:57: Weil er war einer der ersten Paar-Tänze.
00:13:02: Vorher hat man eher Reigentänze getanzt.
00:13:07: Und dann konnte man sich endlich mal näher kommen.
00:13:09: Ja, genau!
00:13:10: Also das und auf jeden Fall ist der Zweifache eine Herausforderung.
00:13:14: Übrigens was ich sehr amüsant finde der Stofferl Well von den Wellbrüdern hat er mal gesagt es gibt noch eine weitere Erklärung für den Namen Zweifacher.
00:13:25: Er hat gesagt der Zweiefache heißt Zwiefache weil er kein einfacher ist.
00:13:30: Das war eine schöne Erklärungen.
00:13:32: Ja und eine weitere besondere Form der bayerischen Volksmusik, das ist sicher des Gestanzeln.
00:13:40: Hat man über dich schon mehr Gestanzel gemacht Gerda?
00:13:42: Nein aber ich kann mich erinnern dass bei der Hochzeit meines Bruders erst um einiges älter als ich da waren Gestanzelsängerinnen da und die haben mich total fasziniert weil es einfach ja schon eine besondere Kunst ist
00:13:55: Und es ist vor allem eine sehr spontane Kunst, da gibt's ja eigentlich keine Vorgaben.
00:13:59: Es ist ein gereimtes Spottlied, das so auf Bayerisch gesungen wird, wird typischerweise begleitet zum Beispiel von dem Aquarium der steirischen Harmonika oder von einer kleinen Musikbesetzung und es gibt klare Richtlinien in der Regel vier Zeilen, klarere Reime, einfache Melodie und der Text der steht im Vordergrund.
00:14:24: Da ist alles drin, Witz, Sport, Seitenhiebe und in richtig gute Gstanzler können einfach richtig schnell und spontan aufs Publikum reagieren oder sogar auf andere Gstanzen, sodass man sich so ein Gstanzelwettbewerb liefert.
00:14:43: Was ich ... Kurios dazu gefunden habe ist, vor einigen Jahren hat der Bayerische Rundfunkmal eine Fortbildung für Lehrkräfte angeboten und zwar mit dem Titel Lernen mit dem Gestanzl.
00:14:58: Und da wurde aufbereitet das Lernen ja Spaß machen kann wenn man Dinge in Musik- und Reimform übersetzt Und so sollten Schülerinnen und Schüler mittels dieses Sprechgesang praktisch nicht nur eine Beziehung zu Heimat.
00:15:14: bekommen und eben zur Musik, sondern auch die Inhalte von Schulfächern transportiert werden.
00:15:21: Also die haben sie überlegt man könnte in dieser AA-BB Reimform zum Beispiel mathematische Inhalten oder weiß nicht Sportnachrichten Tagessen Nachrichten was er immer in Reim Form mit Humor bringen und so wäre das quasi eine ungewöhnliche Art und Weise ein Unterrichtsstoff näher zu bringen.
00:15:44: Also Gerda, vielleicht machen wir unsere nächste Folge da in gestanzler Form.
00:15:50: Okay, dann muss ich noch ganz viel Nüsse essen, dass mein Hirn
00:15:54: fit genug ist!
00:15:55: Ja, dass du schnell reagieren kannst.
00:15:56: Genau.
00:15:56: Machen wir ein Wettbewerb.
00:15:58: Okay.
00:16:01: Beim nächsten Thema musste ich selber echt wirklich staunen als ich das recherchiert habe, weil ich das gar nicht glauben konnte.
00:16:07: die französische Nationalhymne wurde für einen Mann aus Karm geschrieben?
00:16:13: Nein... Tatsächlich.
00:16:15: Wow!
00:16:16: Ja, also das ist schon ganze Zeit lang her über dreihundert Jahre.
00:16:22: Also ist es ja dass der Nikolaus Luckner geboren wurde in Karm, siebzehnhundertzweiundzwanzig als Sohn eines Gastwirts und Bürgermeisters.
00:16:31: Und er hätte eigentlich geistlicher werden sollen.
00:16:35: Hat nicht ganz geklappt, er ist siebzenhunderteinundvierzig in die bayerische Armee eingetreten Und ist aber ganz schnell zu einem der gefürchtetsten Offiziere Europas geworden und hat dafür verschiedene Herrscher gekämpft.
00:16:48: Das Besondere an ihm war, dass seine Soldaten zu hundert Prozent hinter ihm standen weil er eben selber bürgerlich war und kein Adliger und deshalb haben die alles für ihn gegeben.
00:17:02: Irgendwann ist aber dann doch in den Adelsstand erhoben worden, erst zum Grafen und Seventeenhunderteinundneunzig.
00:17:10: Dann zum Marschall von Frankreich.
00:17:13: Ein Karma?
00:17:14: –
00:17:14: Ein Karma!
00:17:15: Genau.
00:17:16: Und was hat das jetzt mit denen zu
00:17:18: tun?
00:17:20: Also zum einen durfte er sich dann ab seventeinundundneinzig als Cousins des Königs ansprechen lassen.
00:17:25: Das finde ich schon mal sehr, sehr beeindruckend.
00:17:29: Und in dem Jahr sollte er dann auch Frankreich gegen Österreich verteidigen oder andersrum.
00:17:38: Frankreich hat Österreich den Krieg erklärt und er sollte gegen die Österreicher kämpfen mit seinen Soldaten.
00:17:45: Das Problem war nur, dass die ganze Mannschaft nicht so fit war.
00:17:50: also die Soldaten waren net unbedingt in kampfstarker Verfassung.
00:18:00: Roussée de Lille.
00:18:02: Sein schwieriger Name, der hat ein heftiges Kampflied geschrieben und zwar die Masse Yes.
00:18:11: Und als Motivationssong?
00:18:13: Genau!
00:18:14: Die hat er dann seinem Kommandeur dem Marshal Luckner gewidmet.
00:18:19: Dem Karma.
00:18:21: Also die Masseyes ist einem Karma gewidmete.
00:18:24: Dann war es aber so, dass das alles nicht so wirklich gut funktioniert hat.
00:18:28: Der Marschall hat zwar die Österreicher ein bisschen in Schach halten können, aber in den letzten Jahren hatte er dann irgendwann keine Lust mehr gehabt und um seine Entlassung gebeten.
00:18:38: Er ist nach Paris und wollte sich dort seine Rente abholen als zu der Zeit gerade in der Revolution versunken.
00:18:48: Das wurde ihm zum Verhängnis.
00:18:50: Jemand hat ihn denunziert und er ist letzten Endes auf der Guillotine gelandet.
00:18:56: Genau, ein Jahr später wurde er dann rehabilitiert aber ... Es war tragisch.
00:19:02: War es schon zu spät?
00:19:04: Und jetzt ist es so dass in Karm auf dem Marktplatz jeden Tag um fünf nach zwölf ein Glongspiel erklingt.
00:19:11: Wenn man genau hinhört, dann erkennen wir die französische Nationalhymne.
00:19:16: tatsächlich
00:19:17: Gerda, du musst mal hier vorn.
00:19:18: Das müssen wir uns anhören!
00:19:19: Wow!
00:19:23: Interessant weil Musik und Bayern würde ich nicht an die Marseillais denken und auch nicht in erster Linie an Oper.
00:19:35: Und doch hat Oper mit Bayern sehr viel zu tun.
00:19:40: Fällt dir irgendwas ganz spontan ein wenn du an Oper und Bayern denkst?
00:19:45: Wenn ich an Opa denke, muss ich an Italien denken und an Verona.
00:19:49: Das ist naheliegend!
00:19:51: Wobei was tatsächlich in Bayern schon naheliegend ist der König Ludwig II war besessen von Opern und hat den Richard Wagner sehr gefördert.
00:20:01: deshalb haben wir natürlich einen Open Hotspot bei uns
00:20:05: in Franken,
00:20:06: in Bayreuth wo das Festspielhaus steht und nur alljährlich die Bayreuther Festspiele stattfinden.
00:20:12: Und die ganze Welt- und Politprominenz dort zu Gast ist.
00:20:17: Demnächst auch wieder findet immer Ende Juli bis Ende August statt aber ansonsten fällt bei Opern und Bayern eine ganz besondere Frau noch auf.
00:20:31: Das finde ich sehr spannend.
00:20:34: Als die Oper so ihren Anfang nahm, im so um sechzehnhundert, da gab es schon Frauen auf der Bühne.
00:20:41: Die waren auch Sängerinnen – die hat man einfach gebraucht!
00:20:44: Und in Italien, wo du schon Opern gehört hast, da durften Frauen relativ früh in der Öffentlichkeit singen.
00:20:54: Ruhm haben aber natürlich meistens die Männer geerntet für ihren Gesang.
00:20:59: Es gibt allerdings eine Ausnahme, und zwar die Rosa Bavarese.
00:21:05: Eigentlich hieß sie mit bürgerlichem Namen Maria Rosa Schwarzmann und sie war die Tochter von einem Metzger.
00:21:16: Sie hatte wohl eine außergewöhnliche Stimme und wurde deshalb auch als Opern.
00:21:21: die war damals schon bekannt.
00:21:24: Und hat sich dann selber den Künstlernamen Rosa Barbarese gegeben, also die Bayerische Rose.
00:21:32: Nachdem sie so eine virtuose Sängerin war, wurde sie auch in den Verband der Kurfürstlich-Bayerischen Hofkapelle in München aufgenommen.
00:21:44: Leider ist sie heute sehr in Vergessenheit geraten, aber es hat sich ein kleines Andenken bekommen.
00:21:52: In dem Stadtteil München-Neuhausen Nymphenburg ist nämlich eine Straße nach ihr benannt worden – die Rosa Bavarese!
00:22:02: Und weil wir schon in München sind müssen wir hier natürlich auch erwähnen dass die bayerische Staatsoper dort auch etwas Besonderes ist hinsichtlich Bayern und Musik.
00:22:15: Die hat nämlich eine dreihundertfünfzig Jahre lange Geschichte, sie gilt als das größte Oppenhaus Deutschlands.
00:22:23: Was glaubst du wie viele Leute da neipassen?
00:22:25: Oh, sechshundert!
00:22:27: Ha, weit gefehlt über zwei Tausend einhundert.
00:22:31: Echt?
00:22:31: Jawohl.
00:22:33: Und was auch noch einzigartig ist, die Münchner Oper ist sehr folgsnah.
00:22:39: Also sie öffnet jedes Mal ihre Türen sozusagen mit der Aktion Oper für alle.
00:22:48: Seit nineteenhundert neunzig wird vor der Oper auf dem Max-Josefplatz auf einer Großleinwand eine Opernaufführung übertragen.
00:22:59: Der Platz ist öffentlich zugänglich, man kann da mit Picknickdecke oder mit so kleine Stühle vorbeikommen – der Einrede ist frei und kann so quasi mitten im Herzen von München outdoor Oper
00:23:13: erleben.".
00:23:14: Das
00:23:14: ist ja eine tolle Idee.
00:23:16: Ja, dieses Jahr ist es leider schon vorbei.
00:23:18: also das war am vierten Juli.
00:23:21: aber es gibt noch weitere Gelegenheiten so sich der Oper zu nähern.
00:23:26: immer freitags öffnet die öffnen die Vorräume der Oper, die Apollo und Foyes die Türen und da kann man sich dann in Sozitsäcke setzen und entspannen und auch an Kopfhörerstationen opern hören.
00:23:41: Tolle Idee!
00:23:41: Dass da wirklich das sehr niedrigschwelliges das Angebot.
00:23:45: Jetzt habe ich noch einen kleinen Fun-Fact für dich, vielleicht wäre die Münchner Opern noch berühmter wenn sie damals dem Mozart einen Job angeboten hätten?
00:23:54: Der kam nämlich tatsächlich als vierzehnjähriger als Vierzehnjähriger also
00:23:59: er war ja schon ein wunderschöner Jugendlicher.
00:24:01: Ja genau, da kam der also.
00:24:03: siebzenhundertneun und sechzig kam nach München und er bekam als Teenager den Auftrag eine Opa am Hofe zu komponieren.
00:24:13: Mit Viertzern war auch ...
00:24:15: Ja, die wurde dann tatsächlich in München Uhr aufgeführt.
00:24:18: und was war dann?
00:24:19: Mozart wollte eigentlich eine feste Stelle aber in Münchnern war leider keine frei.
00:24:24: Und deshalb ist er weitergezogen nach Wien und so sind jetzt Salzburg und Wien, Mozartstädte, München leider nicht.
00:24:34: Eine verpasste Chance!
00:24:37: Ich dachte mir, ich hol mir jetzt noch jemanden ins Boot der eine besondere Verbindung zu Oper hat und zwar der Kabarettist Martin Frank.
00:24:45: Wer den schon mal auf der Bühne erlebt hat, der weiß dass er dort immer wieder Opern-Arien in seine Kabarettücke mit einbaut.
00:24:54: Der hat auch seit Jahren Gesangsunterricht bei zwei Opernsängern.
00:24:59: Er wollte selber sogar mal Opernsänger werden!
00:25:01: Und ich habe den Martin Frank gefragt warum denn seiner Meinung nach jeder Mai Opa besuchen sollte?
00:25:08: Ich weiß, die meisten Leute haben glaube ich nicht so einen großen Bezug zu Opa.
00:25:12: Weil sie immer sagen ja das ist ein bisschen abgestaubt, es ist uroid und langweilig.
00:25:17: Ja es kann lange sein!
00:25:18: Es gibt sehr sehr lange Opa die zum Teil drei vier Stunden dauern oder eine Wagner-Opa noch länger dauert aber dazwischen gibt's auch immer wieder Pausen.
00:25:26: Und es ist thematisch gar nicht so angestaut wie man mer meint weil die Themen wenn ich dann schon weine denke oder nach drei Werte mit einer Doppelmoral Halt genauso aktuell sein wie zur damaligen Zeit, wie es geschrimm, wie sie komponiert worden sind.
00:25:41: Und abgesehen von der Thematik und der wunderschönen Musik finde ich das sehr spannend wenn man einfach so ein Orchester beobachtet wird wie die Arbeiten also wie die zusammen funktionieren als wenn wir einen superplatzeren Oper einfach des zu beobachten, wie der Dirigent abgeht an seinem Pult oder Dirigentin und dann diese Musiker dadurch peitscht einen sportlichen Aspekt, weil nämlich dieser ganze Oper zum Singer für ein Sängerin ist ja wahnsinnig anstrengend.
00:26:11: Das ist so wie Hochleistungssport.
00:26:13: und das zu beobachten welche Töne man eigentlich mit seinem eigenen Körper produzieren kann und das katapultiert ja in alle möglichen Gefühle, weil klassische Musik kann man begeistern, kann man beruhigen oder genauso sehr irgendwie nerven.
00:26:28: also du hast alles dabei.
00:26:30: Ja, Opern sind ja meistens auf Italienisch.
00:26:33: Es gibt einige wenige Ausnahmen wo es auch bayerische Opern gibt.
00:26:37: Ihr wollt von Martin Frank noch wissen ob er denn glaubt das grundsätzlich eine Oper auf Bayerisch funktioniert?
00:26:45: Ich bin sogar der Meinung dass sprachlich funktioniert der Oper auf bayerisch tausendmal besser als auf Hochdeutsch weil wir in Bayern haben eine sehr sehr vokallastige Sprache.
00:26:57: und Ja, was weiß ich?
00:26:59: Wenn man so einen Satz hat wie welches scheißliche Gräuertat du vollzogen hast bla bla bla.
00:27:05: Das wenn's im Bayerischen singst und singt halt einfach... Ich glaube das dir der Huhr brennt.
00:27:09: Hast viel mehr Vokale drinnen kannst!
00:27:11: Ist viel viel dankbar auf den Sängern oder die Sängerin also da her.
00:27:14: Ich glaub jeder ausgebildete Opern-Sängerin oder Opernsänger der Zangjai Singler war auf Bayerisch als Hochdeutsch.
00:27:21: weil wir mir mit dem bayerischen Näher dran sind glaube ich an der italienischen Opa
00:27:27: Also Gärda auf bayerisch.
00:27:30: Ich glaub, dass dir der Hut brennt, da hat also Opa super funktionieren!
00:27:35: Ja Bayern war in Sachen Musik ja schon immer gut unterwegs aber nach dem Zweiten Weltkrieg hat es noch einen ganz großen Aufschwung erlebt und zwar in Sachen Instrumentenbau.
00:27:46: Damals sind nämlich zweitausend Instrumentensbauer mit ihren Familien aus Schönbach im heutigen Tschechien geflohen Also teilweise wirklich so bei Nacht- und Nebel und haben eine neue Heimat gefunden in Bubenreuth bei Erlangen.
00:28:01: Und das Besondere war tatsächlich, Buben Reuth hatte damals vierhundertfünfzehn Einwohner und der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen dass sie die Menschen aufnehmen.
00:28:13: Das hat dazu geführt sich innerhalb kürzester Zeit der kleine Ort zum europäischen Zentrum für Streich- und Zupfinstrumente entwickelt hat
00:28:23: Wow, und seine Einwohnerzahl quasi für fünf facht
00:28:27: hat?
00:28:27: Genau.
00:28:28: Und ein großer Teil dieser Einwohner hat dann auch im Musikinstrumentenbau gearbeitet.
00:28:33: Teilweise waren es tausendfünfhundert Einwoner die beschäftigt waren und dann gab's so ganz große Unternehmen wie zum Beispiel Höfner, die man heute noch kennt, die dann Instrumente auch fürs Stars gebaut haben, wie John Lennon oder Keith Richards Wow!
00:28:53: Oder auch die Firma Framos, die teilweise auch an die Künstlerinstrumente geliefert hat.
00:29:00: Framos wurde gegründet in der Fremd von Fried Wilfer.
00:29:06: Der war auch einer der Geflüchteten Sudeten-Deutschen genau und der hat dann ganz schnell große Namen angezogen und dahin gebracht und war weltweit bekannt für seine Gitarren.
00:29:20: Erst haben sie Geigen hergestellt, dann später Gitarre.
00:29:23: Allerdings mussten die in den Produktionen in den letzten Jahren die Produktion einstellen.
00:29:27: Dann war es schon wieder vorbei mit dem großen Weltraum.
00:29:30: Das hat dann leider nicht mehr funktioniert.
00:29:32: Sein Sohn hat die Marke in der Mitte deiner Arbeit in den ersten Jahren wieder aufleben lassen unter dem Namen Framos.
00:29:40: Vorher hatte er schon eine eigene Firma gegründet, die nur Besse gebaut haben.
00:29:44: Also Elektrobässe unter dem Namen Warwick.
00:29:48: und jetzt gibt es eben beide Firmen, Frau Muswarwick und ich habe den ehemaligen Produktionsleiter Markus Spangler mal gefragt welche Kunden die heute betreuen und was er mit denen schon erlebt hat.
00:30:01: Oh
00:30:01: spannend!
00:30:04: von YouTube, der uns eingeladen hat zu einem Konzert zu kommen.
00:30:08: Da haben wir noch ein paar Sachen zum Besprechen gehabt.
00:30:11: Wir sind aber zu spät gekommen und dann hat der LM Kleidenkurtshang gesagt du pass auf geh mit mir von der Bühne runter.
00:30:19: Wir besprechen das dann auf dem Weg vom von der Bühne zur Tiefgarage und das haben wir auch so gemacht.
00:30:28: also bin ich mit YouTube von der bühne gegangen.
00:30:31: Andere Geschichte war wirklich schön.
00:30:34: Das war Metallica und Robert Trujillo, wo es Rock im Park spielt haben und er mit uns dann ein Foto gemacht hat von mit siebzigtausend Leuten im Hintergrund.
00:30:49: das war sehr cool!
00:30:51: Ja da kann man schon mal schwach werden wenn man mit Metallica auf der Bühne steht und siebzichttausende Leute im Hintergründant.
00:30:58: Allerdings finde ich noch charmanter, was er erzählt hat über seine Frau.
00:31:03: Die ist manchmal mit dabei wenn er eben diese Showgrößen trifft und wie die dann reagiert.
00:31:09: Wir waren eingeladen bei Motorhead bei Lemmy Kilmister und ich hab da mit ihm gesprochen.
00:31:16: Meine Frau war auch dabei.
00:31:18: Und zum Schluss hat dann der Lemmy Kilmister dann noch gefragt, du, wolltest noch ein Foto mit mir machen?
00:31:24: Dann habe ich natürlich gesagt ja logisch, will ich ein Fotos mit dir und cool!
00:31:30: Und dann hat meine Frau Foto hier mit mir und ihm gemacht.
00:31:34: Und danach hat halt der Lemmie Kilmisters dann so zu meiner Frau zur Steffi hat er halt dann so meint ja um wie schaut es aus?
00:31:41: weil sie da eine Foto damit machen und meine Frau so Nö warum.
00:31:46: Und dann hat der Lemekilmister einfach so ganz dran gesagt, hey du bist die erste Frau, die nein zu mir sagt.
00:31:54: Eine Frenken, wie da steht Lemekhilmister!
00:31:58: Ja Bayern haben einfach Rückgrat.
00:32:04: Wir haben heute erfahren, wie facettenreich Musik in Bayern sein kann und das hat sich offensichtlich auch das Haus der bayerischen Geschichte.
00:32:12: gedacht, da gibt es aktuell die Bayerische Landesausstellung genau zu diesem Thema und zwar Musik in Bayern.
00:32:21: Diese Landesausstellung ist im Tonyversum in Freihung und wir dürfen dreimal zwei Karten verlosen.
00:32:31: und wie ihr mitmachen könnt erfahrt ihr auf Instagram!
00:32:36: Ja, und wie immer kurz vor Ende unseres Podcasts haben wir wieder eine höherer Frage bekommen.
00:32:42: Und die kommt jetzt oder dieses Mal von Georg und der kommt aus der Nähe von Eichstädt!
00:32:48: Hallo ihr zwei ich hätte jetzt auch mal fragen.
00:32:50: Ich war vor kurzem beim Wandern und durste hab' ich gehabt, habe mir ein Greicherl bestellt.
00:32:57: Dann haben sie mich angesaut vom Unbesunten wo ich herkomme
00:33:01: und dann haben sie
00:33:01: nochmal gefragt
00:33:02: was ist denn noch ein
00:33:03: greicherl?
00:33:04: Da haben wir gesagt, ja Limo, das kennen wir.
00:33:07: Aber Kracherl ist auch interessant.
00:33:09: Woher kommt denn der Namen Kracherle eigentlich?
00:33:14: Ja lieber Georg da passt du heute ganz gut zu unserer Musik-Sendung!
00:33:19: Weil Kracherler ist tatsächlich abgeleitet vom Verb Krachen also eigentlich schon etwas sehr... Klangvolles.
00:33:28: Also gemeint ist quasi ein Ploppen oder einen Knallen.
00:33:32: und das hat die mir auch schon gedacht, als ich mich da auf die Suche gemacht habe eine Erklärung dafür zu finden und hab eigentlich an diese typischen alten Bügelflaschen gedacht wo Limonade abgefüllt war und dass es ja so ploppt wenn man die so aufdrückt.
00:33:47: aber dabei geht der Name sogar noch viel weiter zurück.
00:33:51: vor den Bügel flaschen gab's die sogenannten Glaskugelflasche oder den Glaskugelverschluss, die sogenannten Kotflaschen.
00:34:00: Kotflashen deshalb weil dieser Kugelferschluss von dem Engländer Hiram-Kot erfunden wurde und da hat er Ende des neunzehnten Jahrhunderts dafür sogar ein Patent angemeldet.
00:34:13: Die Flaschen konnten wir öffnen indem man von außen mit Kraft oben eine Kugel in den Flaschenhals reingedrückt hat.
00:34:23: Dann gab es so ein Knallgeräusch und dann ist die Kugeln in den Kugelfangen gefallen, also in eine Ausbuchtung im Flaschenhals, die da drunter war.
00:34:33: Da hat's wirklich gekracht!
00:34:35: Und in diesen Flaschten wurde sehr oft Limonare abgefüllt, die ja Kohlensore ... halt ich war.
00:34:42: Und dann hat man mit dem Knall die Flasche geöffnet und man hat das nicht als großen Knall bezeichnet, sondern als Verkleinerungsfam.
00:34:50: Die Verniedlichung.
00:34:51: es war also ein Krachrl.
00:34:52: Ein Krachs oder ein Kracherl?
00:34:54: Ein kleines Knallgeräusch und somit waren die Limonade auch ein kleines Knollgetränk.
00:35:02: Daher kommt die Bezeichnung Krachl heute noch in Bayern und Österreich verwendet.
00:35:10: Georg, wenn du in der süddeutschen Region oder auch im Österreich beim Wandern bist wahrscheinlich wirst du dann vielleicht doch noch meistens verstanden.
00:35:21: Im Harz wahrscheinlich nicht!
00:35:23: Jetzt habe ich aber richtig durchgekriegt, Petra Komp.
00:35:25: Wir schauen nicht klar mal ob wir irgendwo ein Grachl finden.
00:35:28: Ja vielleicht in Komm, da hören wir uns die Masse jester zu, während mir das Grachel trinken.
00:35:33: Sehr gut!
00:35:35: Wenn ihr auch eine Frage an uns habt, die wir recherchieren sollen, dann schreibt uns gerne eine E-Mail an bayern.curiosatmail.de
00:35:46: Oder schickt uns eine Sprachnachricht über Social Media auf Facebook und
00:35:51: auch auf Instagram.
00:35:53: Bis zum nächsten Mal,
00:35:56: ciao!
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